22. Mai 2012

[Rezension] Höhenrausch

Inhalt:
"Betrogen. Verlassen. Über 30. Und das Bindegewebe hat die besten Zeiten hinter sich. Kann es noch schlimmer kommen? Ja. Linda verliebt sich in einen verheirateten Mann. Und das bedeutet: neue Unterwäsche kaufen, Bauch einziehen und niemals fragen, ob er seine Frau verlässt. Wie lange kann das gut gehen? Bis einer mehr will. Und dieser eine ist ein ganz anderer. Der taucht unerwartet auf, halb nackt und im ungünstigsten Moment..."


Das Buch ist eindeutig in die Kategorie "leichte Kost für Zwischendurch" einzuordnen, ich hatte es nach 1-2 Tagen durch.
Gelesen hat es sich sehr flüssig und es war auch amüsant. Das einzigste was meinen Lesefluss gestört hat waren die "Zwischensequenzen" in der Geschichte: zum einen die Briefe die Linda an ihren Exfreund schreibt, diese aber nie abschickt, die Telefonate mit einer Freundin und Emails an ihren Wohnungstauschpartner. Wobei mir die Emails sehr gut gefallen haben!
Ich muss auch ganz klar sagen: die Geschichte war eindeutig vorherzusehen, ich wusste schon am Anfang wie das Buch ausgeht bzw. welchen Mann sie letztendlich bekommt.

Zu den Charakteren:
Ehrlich gesagt konnte ich mich in keinen der Charaktere hineinversetzen, es kamen auch nicht so viele vor. Mit der Gedankenwelt und Handlungen Protagonistin Linda kam ich teilweise auch nicht zurecht, sie war ja ganz nett, aber doch teilweise wirklich sehr skrupelos. An manchen Stellen ist sie dann schon sympatischer, aber so insgesamt... naja, aber solche Menschen gibt es ja auch.

Anfangs musste ich mich wirklich erst an das Buch gewöhnen, da unter anderem Bilder drin waren - hat man ja selten. Aber irgendwann fand ich die gut. Was mir auch aufgefallen ist: die Autorin bringt sehr viele Marken, Produkte, Geschäfte, allgemein Aktuelles auf dem Markt in ihrem Buch unter, dass kam mir teilweise wie Werbung vor. Entweder das oder sie will damit zeigen wie nah die Geschichte am Puls der Zeit liegt.

Fazit:
Ein kurzweiliger Roman für zwischendurch, den ich als ganz nett einstufen würde.

20. Mai 2012

[Rezension] Das Echo der Flüsterer


Inhalt:

"Tief im Atlantischen Ozean verborgen ruht ein gigantischer blauer Kristall. In seinem Innern existiert eine eigene Welt: Azon, das Reich der Flüsterer. Von hier aus erhalten die Menschen ihre Geistesblitze, die sie zu großen Taten oder auch zu boshaftem Tun anregen. Niemand ahnt davon - bis zu dem Tag, als Jonas McKenelly nach Azon gerufen wird, versehentlich, ins Reich der Flüsterer..."


Dieses Buch gehört für mich eindeutig zu den langatmigsten und anstrengendsten Büchern, die ich gelesen habe.

An sich ist die Handlung ganz interessant, obwohl sie mir teilweise sehr an den Haaren herbeigezogen war - und das für ein Fantasy-Buch. Die Vorstellung das ein gigantischer blauer Kristall im Atlantischen Ozean liegt in dem eine Welt existiert... das muss doch jemandem aufgefallen sein?!

Die Handlung des Buches setzt sich hauptsächlich aus zwei Teilen zusammen, zum Einen die Handlung in der Welt Azon und das Geschehen auf der Erde in den Zeiten der Kubakriese im Jahr 1961.
Die Handlung in Azon und die Charaktere dort waren ja ganz nett und auch teilweise recht spannend, nur konnte man sich einige Sachen anhand der Beschreibung des Autors nicht wirklich vorstellen.
Der zweite Handlungsstrang war für mich am anstrengendsten. Zwar ist es eine interessante Idee ein Fantasy-Buch mit Geschichte zu verknüpfen, aber leider war das einfach zu viel wodurch das Buch an vielen Stellen langweilig wurde.

Aber erstmal dazu wie beides zusammenhängt:
Die "Flüsterer" der Welt Azon können durch Facetten ihrer Kristallwelt auf die Erde blicken und dort die Menschen sehen und ihnen Zuflüstern. Dabei gibt es wie immer die Guten, das Volk der Bonkas und die Bösen, das Volk der Malkits. Als auf der Erde die Kubakriese am aufkommen ist und die Situation zwischen USA und UdSSR immer verfahrener wird, versuchen beide Fraktionen die Geschicke der Erde in die gewünschten Bahnen zu lenken. Das ist so die Haupthandlung.
Man bekommt davon auch sehr viel mit, viele Beschreibungen, viele Besprechungen, viele Namen, einfach zu viel was den Lesefluss richtig stört.

Fazit:
Etwas weniger Geschichte hätte dem Buch besser gestanden, so muss ich sagen es ist nicht wirklich empfehlenswert. Da lese ich doch lieber ein Geschichtsbuch und ein Fantasy-Buch getrennt.


18. Mai 2012

[Rezension] Evermore - Die Unsterblichen

Inhalt:

"Ever ist sechzehn Jahre alt, als sie ihre gesamte Familie bei einem Autounfall verliert - sie überlebt als Einzige. Seither ist sie in sich gekehrt und kapselt ihre verletzte Seele von der Außenwelt ab. Alles ändert sich jedoch, als sie Damen zum ersten Mal in die Augen blickt. Denn Damen sieht nicht nur verdammt gut aus, er hat etwas, was Ever zutiefst berührt. Aber irgendetwas an ihm irritiert sie. Seitdem sie dem Tod so nahe war, besitzt sie nämlich die einzigartige Fähigkeit, die Gedanken der Menschen um sie herum hören und ihre Aura sehen zu können. Doch nicht so bei Damen: Er scheint diese Gabe auf mysteriöse Weise außer Kraft zu setzen. Sie sieht und hört nichts - für sie ein untrügliches Zeichen, dass Damen eigentlich tot sein müsste. Er wirkt aber alles andere alles leblos, und am liebsten würde Ever sich nie mehr von seinem warmen Blick lösen. Wenn sie sich nur nicht ständig fragen müsste, wer er eigentlich ist und was er ausgerechnet von ihr will..."


Tja was kann ich zu dem Buch sagen, ganz klar: man fühlt sich während dem Lesen ständig an Biss erinnert! Es ist im Prinzip das gleiche Schema, Mädchen kommt an Schule, trifft dort ein geheimnisvollen gut aussehenden Kerl und verliebt sich in ihn, er sich auch in sie nur weiß sie das nicht, aber als Leser weiß man es halt, er verhält sich mysteriös, etc. Die Liste könnte man noch etwas weiterführen... Alles in allem konnte man das meiste doch voraussehen oder auch vorausahnen, es gab nur wenige Überraschungen.
Etwas genervt haben mich die beiden besten Freunde von Ever - beide etwas überzogene Charaktere, die mir während dem Lesen fast nur auf den Keks gegangen sind.

Sehr amüsant war für mich, dass Ever durch ihre Gabe - die durch den Autounfall ausgelöst wurde - die Auren der anderen Menschen sehen kann und auch Gedanken lesen kann, so kamen einige lustige Situationen zustande.

Aber trotz allem negativem hat mir das Buch dennoch gut gefallen, es ließ sich sehr flüssig lesen und war auch spannend. Ich habe mich nicht gelangweilt beim lesen. Deshalb gebe ich 8 Punkte! Weiterverfolgen werde ich die Reihe aber nicht, da für mich das Ende so in Ordnung war und die Geschichte für mich persönlich abgeschlossen.


16. Mai 2012

[Rezension] Shakespeare Undead - Der Untoten Zähmung


Inhalt:

"London 1616: Eine Flut von Zombies macht die Straßen der Stadt unsicher. Ein Fall für Jägerin Katherine Dymond. In einer lieblosen Ehe gefangen, führt sie ein gefährliches Doppelleben und macht des Nachts Jagd auf Untote. Dabei begegnet ihr der attraktive William Shakespeare, der ebenfalls ein dunkles Geheimnis birgt: Er ist ein Vampir. Gemeinsam versuchen William und Katherine herauszufinden, wer hinter der Zombieflut steckt und entdecken dabei unerwartete Gefühle füreinander."


Eine wirklich interessante, frische und auch lustige "Shakespeare-Neuerschaffung" die von der Autorin da geschaffen wurde.
Es hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht das Buch zu lesen! Auch die beiden Charaktere William und Kate haben mir gut gefallen, auch wenn beide nicht wirklich was neues waren. Vor allem Kate: eine starke Frau die in eine Ehe gezwängt wurde und dieser mit gewagten Aktionen entfliehen möchte... gabs glaube ich schon ein paar mal. Die Romanze zwischen den beiden fande ich auch sehr schön, nur war für mich an manchen Stellen nicht ganz klar wie und warum Kate handelt. Beispiel: einige Seiten vorher war sie noch gegen ihn und hat in abgeblockt und ein paar Seiten weiter, wie soll ich sagen, lag sie in seinen Armen.

Die Darstellung der Zombies war für mich auch sehr gelungen, wurde etwas ins lächerliche gezogen und hat mich somit gut amüsiert. Auch Kämpfe gegen die Zombies kamen im Buch vor, glücklicherweise wurden die nicht zu ausführlich beschrieben und waren spannend dargestellt.

Überhaupt nicht gefallen hat mir zwischendrin das "geschwollene" zitieren von Gedichten, oder wenn William grade mal einen Geistesblitz hatte. War ja im Prinzip ganz passend, aber irgendwie hat mich das sehr im Lesefluss gestört da ich mit diesem Schreibstil und der Wortwahl so gar nicht zurechtkomme. Ein bisschen weniger davon hätte auch nicht geschadet!

Fazit:
Eindeutig kein richtiger Shakespeare-Roman, das darf man nicht erwarten. Aber das Buch hat viel Humor und macht eine Menge Spaß zu lesen!

14. Mai 2012

[Neuzugänge] KW 19

Die letzten zwei Wochen sind wieder einige Bücher bei mir eingezogen, dieses Mal sind es auch nur Wanderbücher. Die kommen auch immer im Rudel...




Himmelblau und Rabenschwarz

von Lolly Winston




Kurzbeschreibung:

"Nach dem Tod ihres geliebten Mannes Ethan ist Sophie zunächst am Boden zerstört. Nie hätte sie sich vorgestellt, dass ihre Ehe einmal so zu Ende gehen könnte. Ihre Freunde und ihre Familie versichern ihr zwar, dass das Leben immer noch lebenswert sei, doch eigentlich kann Sophie das nicht so recht glauben. Sie sieht schließlich nur noch einen Ausweg: Sie muss ihr ganzes bisheriges Leben auf den Kopf stellen und noch einmal ganz von vorne anfangen."




Mitten ins Gesicht

von Kluun




Kurzbeschreibung:

"Stijn und Carmen sind jung, schön, gesund und leben aus dem Vollen. Bis Carmen schwer krank wird. Stijn tut alles, um ihr beizustehen, doch er fühlt sich völlig überfordert. Obsessiv stürzt er sich in Affären, um die Scheißangst zu betäuben. Aber er weiß, dass ihm nur eins bleibt: der Realität mitten ins Gesicht zu sehen - für Carmen."




 

Hannes

von Rita Falk




Kurzbeschreibung:

"Niemand weiß, ob Hannes nach dem schweren Unfall je wieder aus dem Koma erwachen wird. Doch einer glaubt ganz fest daran: sein bester Freund Uli. Und der versucht auf seine Art, Hannes zurück ins Leben zu holen ...
Die traurig-schöne Geschichte vom Einbruch einer Tragödie in das Leben junger Menschen. Berührender kann man wohl kaum von Krankheit, Verlust und Tod – und von der Größe, Kraft und Schönheit des Lebens erzählen."



Gut gegen Nordwind

von Daniel Glattauer



Kurzbeschreibung:

"Emmi Rothner möchte per E-Mail ihr Abo der Zeitschrift „Like“ kündigen, doch durch einen Tippfehler landen ihre Nachrichten bei Leo Leike. Als Emmi wieder und wieder E-Mails an die falsche Adresse schickt, klärt Leo sie über den Fehler auf. Es beginnt ein außergewöhnlicher Briefwechsel, wie man ihn nur mit einem Unbekannten führen kann. Auf einem schmalen Grat zwischen totaler Fremdheit und unverbindlicher Intimität kommen sich die beiden immer näher – bis sie sich der unausweichlichen Frage stellen müssen: Werden die gesendeten, empfangenen und gespeicherten Liebesgefühle einer Begegnung standhalten? Und was, wenn ja?"



Alle sieben Wellen

von Daniel Glattauer




Kurzbeschreibung:

"Erstens: Sie kennen Emmi Rothner und Leo Leike? Dann haben Sie also „Gut gegen Nordwind“ gelesen, jene ungewöhnliche Liebesgeschichte, in der sich zwei Menschen, die einander nie gesehen haben, per E-Mail rettungslos verlieben. Zweitens: Für Sie ist die Geschichte von Emmi und Leo und ihrer unerfüllten Liebe abgeschlossen. Mag sein. Aber nicht für Emmi und Leo! Drittens: Sie sind der Ansicht, dass die Liebenden zumindest eine einzige wirkliche Begegnung verdient hätten und der Roman eine zweite Chance auf ein anderes Ende? Bitte, hier haben Sie’s! Viertens: Sie haben keine Ahnung, wovon hier die Rede ist? Kein Problem. In diesem Buch erfahren Sie alles: von Leos Rückkehr aus Boston, von Emmis Eheproblemen und von der siebenten Welle, die immer für Überraschungen gut ist."




7. Mai 2012

[Rezension] Der Kuss des Kjer

Inhalt:

"Mit einem Trick bringt Mordan, der erste Heerführer der kriegerischen Kjer, die junge Heilerin Lijanas vom Volk der Nivard in seine Gewalt. Im Auftrag seines Königs Haffren will er die Heilerin und ein zauberkräftiges Elixier, die »Tränen der weißen Schlange«, an den Hof bringen. Lijanas aber hat nur einen Gedanken: Flucht! Doch je näher sie den als »Blutwolf« verschrienen Mordan kennenlernt, desto stärker fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Und er sich ebenso zu ihr. Er setzt alles dran, sie sicher an den Hof seines Königs zu bringen. Dort erwartet sie jedoch eine tödliche Überraschung… "


Ein wunderbares Buch, dass mich von Anfang an in seinen Bann gezogen hat. Die beiden Hauptcharaktere Lijanas und Mordan haben mir sehr gut gefallen. Lijanas ist einfach eine gute Seele, eine sehr starke Frau mit einem Geheimnis, das man erst im Laufe der Geschichte erfährt. Mordan hingegen scheint Anfangs ganz anders als er letztendlich ist - was man aber ahnt. Als er sein wahres Ich langsam zum Vorschein bringt, hab ich mich richtig gefreut beim lesen.
Lustig fand ich - ja es gibt auch lustige Aspekte an dem Buch - die Wortgefechte und Auseinandersetzungen zwischen Lijanas und Mordan, da beide unglaubliche Sturköpfe sind. Ich muss sagen das Volk der Kjer, allen voran die Waffenbrüder Mordans, waren mir auch sehr sympatisch und schön gemachte Charaktere, schade das man nicht so viel über sie erfährt.
Allgemein hätte ich mehr Hintergrundwissen toll gefunden.

Einen Punkt Abzug gibt es für den seltsamen "Showdown" im Buch, in dem die Spannung zu ihrem Höhenpunkt kommen soll - nehme ich zumindest mal an. Ich will jetzt nicht zu viel verraten, deshalb sage ich nur: das war etwas zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Aber gut ist jetzt meine Meinung.

Fazit:
Ein wirklich super schöner Fantasy-Roman, den ich wirklich nur empfehlen kann! Ich würde mich wirklich über eine Fortsetzung freuen!




6. Mai 2012

[Rezension] Der Duft der Kaffeeblüte


Inhalt:
"Brasilien 1884: Auf der elterlichen Kaffeeplantage führt die 17-jährige Vita ein unbeschwertes Leben. Um die Hand der schönen Erbin bewerben sich die vornehmsten Verehrer – doch Vita hat ihren eigenen Kopf und verliebt sich ausgerechnet in den Journalisten León. Dieser aber ist ein Rebell, der nur ein Ziel vor Augen hat: die Abschaffung der Sklaverei – und damit wäre der Wohlstand von Vitas Familie bedroht. Doch für Vita ist dies nur ein Grund mehr, den Kampf um den Mann ihrer Träume aufzunehmen. Aber dann verschwindet León spurlos – und Vita entdeckt, dass sie schwanger ist… "

Im Grunde genommen hat mir das Buch gut gefallen, nur gibt es doch ein paar Kritikpunkte von meiner Seite aus. Aber erst einmal die guten Dinge des Buches:

Der Schreibstil lies sich super gut lesen, war schön flüssig und detailreich. Vor allem die Beschreibungen der Landschaften und der Gerüche waren wunderbar und auch nicht zu viel! Allgemein war die "Kulisse" die von der Autroin geschaffen wurde sehr schön und auch interessant - in die Handlung werden auch die politischen bzw. geschichtlichen Hintergünde eingebracht.

Was mir so gar nicht gefiel waren die meisten Charaktere in dem Buch, allen voran die beiden Hauptcharaktere Vítoria und Léon. Im Grunde genommen waren ja beide gut und nett, aber im Laufe der Geschichte ändern sich beide so sprunghaft das man meinen könnte das wären nicht die selben Personen.
Außerdem hat mich gestört das beide ständig aneinander vorbeireden und sich in Missverständnissen verstricken - anstatt sich wirklich mal zu unterhalten.
Auch einige andere Charaktere im Buch haben mir nicht gefallen, was vielleicht daran liegt das ich solche Menschen überhaupt nicht mag - reiche, hochnäsige Menschen...