23. April 2012

[Rezension] Sehen wir uns morgen?



Sehen wir uns morgen?
von Alice Kuipers


Inhalt: 

"Die fünfzehnjährige Claire und ihre Mutter leben allein zusammen. Sie sehen sich nur unregelmäßig, da die Mutter als Ärztin in einer Geburtsklinik arbeitet - und Neugeborene halten sich nun mal nicht an feste Arbeitszeiten. Oft ist sie schon aus dem Haus, wenn Claire aufsteht, oder noch nicht zurück, wenn Claire zu ihrem Vater oder einer Freundin zum Übernachten geht. Dann hängen sie sich gegenseitig Nachrichten an die Kühlschranktür, Einkaufslisten, Taschengelderinnerungen, kleine Berichte aus ihrem Alltag. Doch eines Tages muss Claires Mom, die Ärztin, selbst zum Arzt. Was sie dort erfährt, verändert ihr Leben. Und Mutter und Tochter müssen auf den kleinen Zetteln auf einmal so viel mehr unterbringen als bisher... "



Ich habe bisher noch kein Buch so schnell gelesen wie dieses hier, gerade mal eine dreiviertel Stunde dann war ich durch damit. Man fliegt geradezu durch das Buch von Nachricht zu Nachricht die zwischen den Protagonistinnen ausgetauscht werden, mal lustig, mal wütend und auch ernst vor allem am Schluss...
Man bekommt sehr schnell einen Eindruck davon was für Menschen Claire und ihre Mutter sind, Claire ist ein typischer Teenager die schon mal bockig ist und natürlich auch um Taschengeld bettelt, aber im Grunde doch ihre Mutter sehr lieb hat und Zeit mit ihr verbringen möchte. Ihre Mutter liebt ihren Job, ist ein richtiger Workaholic und hat dadurch sehr wenig Zeit für ihre Tochter, die sie aber über alles liebt.
Ich muss sagen ich habe mich manchmal sehr über die Nachrichten von Claire gewundert bzw. geärgert... ich konnte die teilweise zickigen Antworten überhaupt nicht nachvollziehen da ich nie so war! Schön war aber das die beiden sich im Laufe des Buches entwickelt haben, Claire wurde immer erwachsener, auch wenn es bei Claire den eine oder anderen Rückfall hatte.

Was mir allerdings nicht so gut gefallen hat war, das man wirklich nur die Nachrichten zu lesen bekommt und nichts von drumherum oder von der Zeit zwischen den Nachrichten erfährt - nur halt das was teilweise erwähnt oder in den Notizen angerissen wird - fand ich sehr Schade!

Wirklich gut war für mich das Ende - naja in dem Sinne war es nicht "gut", aber es hat mich wirklich berührt. So sehr das ich dann doch Tränchen vergossen habe....

Fazit:
Ein kurzweiliges "Schmankerl" für Zwischendurch, dass aber trotzdem zum Nachdenken anregt!

22. April 2012

[Neuzugänge] KW 16

Wanderbücher:




Dark Love
von Lia Habel




Kurzbeschreibung:

"Flackernde Gaslampen, dampfbetriebene Kutschen und Digitagebücher – das ist die Welt von Nora Dearly im Jahr 2195. Die 17-Jährige lebt im Internat, bis sie eines Tages entführt wird: Denn ein Virus greift um sich, das Menschen in lebende Tote verwandelt – und Nora trägt als Einzige die Antikörper in ihrem Blut. Bald muss sie feststellen, dass es auch wandelnde Untote gibt, die sich ihre Menschlichkeit dank eines Antiserums erhalten können. Und Bram, ihr Entführer, ist einer von ihnen. Nora verliebt sich in den jungen Mann, doch die Endlichkeit seiner Existenz bedroht ihre Liebe. Nur Noras Vater, ein hochrangiger Wissenschaftler, könnte ein Gegenmittel entwickeln, doch er ist selbst infiziert und droht zu sterben. Ist Noras Welt endgültig dem Untergang geweiht?"





Die Tochter des Salzsieders
von Ulrike Schweikert




Kurzbeschrebung:

"Im Schwäbisch Hall des 16. Jahrhunderts lebt die 17jährige Anna, Tochter des Salzsieders. Sie ist eine starke, eine kritische Frau - und genau diese Eigenschaften führen sie auf die Spur dunkler Familiengeheimnisse: ein Neugeborenes wird getötet, eine Hebamme umgebracht, Firmenbücher gefälscht und Menschen zu Unrecht in den Kerker geworfen. Doch die wahre Kindsmörderin gehört nicht zum Kreis der Verdächtigen... "





Höhenrausch
von Ildikó von Kürthy




Kurzbeschreibung:

"Mit Männern ist es wie mit Aspirin – manchmal braucht man zwei.» Betrogen. Verlassen. Über 30. Und das Bindegewebe hat die besten Zeiten hinter sich. Kann es noch schlimmer kommen? Ja. Linda verliebt sich in einen verheirateten Mann. Und das bedeutet: neue Unterwäsche kaufen, Bauch einziehen und niemals fragen, ob er seine Frau verlässt. Wie lange kann das gut gehen? Bis einer mehr will. Und dieser eine ist ein ganz anderer. Der taucht unerwartet auf, halb nackt und im ungünstigsten Moment ..."




Außerdem ist ein weiteres Buch bei mir hereingeflattert im Rahmen der Aktion "Lesefreunde" zum Welttag des Buches am 23.04. Und zwar bekam ich das Buch Suite Francaise von Buchgesicht Regina. Ein herzliches Dankeschön dafür!




9. April 2012

[Neuzugänge] KW 15

Bei mir sind nun zwei weitere Bücher eingezogen, die ich recht günstig gebraucht auf Amazon ergattern konnte. :)





Der Zorn der Wölfe
von Jiang Rong





Kurzbeschreibung:


"Der Student Chen Zhan wird während der Kulturrevolution in den 60er Jahren in die Innere Mongolei geschickt, um dort das Leben der Viehzüchter kennenzulernen. An der Seite seines Lehrers Bilgees trotzt er den Witterungen, und er erhält Einblick in die Mythen und Traditionen des mongolischen Volks. Vor allem aber macht er Bekanntschaft mit den Wölfen, deren Klugheit und Mut die Mongolen immer fasziniert haben – und bald verbindet ihn eine tiefe Liebe zu einem Wolfsjungen. Doch Unheil kündigt sich an, als die Chinesen das wirtschaftliche Potenzial der Steppe wittern: Profitgier droht das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur zu zerstören... "






Pfauentanz
von Sharon Maas





Kurzbeschreibung:


"Das alte Haus in Georgetown mit seinem tropisch wuchernden Garten ist ein Paradies für Kinder, Tiere und Pflanzen. Vor allem aber für die kleine Rita Maraj, den Wildfang mit dem großen Herzen für alles Schutzbedürftige. Doch die Kindheit voll Zauber und Freiheit endet jäh, als Ritas Vater erneut heiratet. Nach Jahren der Demütigung bricht Rita schließlich auf, um ihre Wurzeln zu finden - Tausende Kilometer entfernt, auf einem anderen Kontinent: in Indien, der Heimat ihrer Vorfahren... "

 

2. April 2012

[Rezension] Der Pferdeflüsterer


Inhalt:

"Das Leben der Familie Graves gerät aus den Fugen, als die Tochter Grace mit ihrem geliebten Pferd Pilgrim verunglückt. Grace, schwer verletzt, versinkt in tiefe Melancholie, Pilgrims Verhalten wird immer bösartiger. Zwischen den Familienmitgliedern ist Kommunikation kaum noch möglich. Da hört die Mutter, Annie Graves, von einem Mann, der verstörten Pferden helfen kann. Mit ihrer Tochter und dem ungebärdigen Tier bricht sie auf - quer durch den amerikanischen Kontinent. Schließlich trifft sie den Mann, der Mensch und Tier zu heilen imstande ist."


Obwohl ich den Film schon mehrfach gesehen habe und wusste was auf mich zukommt, hat mich das Buch gefesselt und auch sehr bewegt. Wie bei vielen Büchern die verfilmt wurden, kommt im Buch die Gefühlswelt der Charaktere und die Beziehungen untereinander viel besser zur Geltung. Der seelische Schmerz war fast schon mit Händen zu greifen und man war erleichtert als es besser wurde und sowohl Grace als auch Pilgrim zurück ins Leben kommen.

Aber auch mit der Mutter Annie leidet man mit, da sie in einem Gefühlschaos steckt und zwischen ihrem Mann und Tom Booker dem Pferdeflüsterer hin und hergerissen ist.

Ich hätte mir allerdings gewünscht das die Arbeit mit Pilgrim - das "flüstern" - mehr beschrieben wird. Ich konnte das alles nicht so wirklich durchschauen wie das genau funktioniert.

Fazit:
Wirklich ein wunderbares Buch und nicht nur für Pferdefreunde lesenswert. Ich muss ehrlich sagen das mich das Ende geschockt hat, da ich nur das Ende des Films kannte - und der ist anders als der des Buches, so viel kann ich verraten.

[Rezension] Stonehenge


Inhalt:

"Eine hochdramatische Saga um Bruderzwist, Machtgier und Liebe - und die faszinierende Geschichte eines der mysteriösesten Objekte, die jemals von Menschenhand geschaffen wurden.


Um die Macht in Ratharryn zu erlangen, wendet sich Lengar der Krieger gegen den eigenen Vater und raubt dem Bruder die Frau. Doch Clanführer wird sein jüngster Bruder, Saban der Baumeister, bis ihn Intrigen in die Sklaverei zwingen. Blutige, langjährige Kriege überziehen das Volk von Ratharryn - bis der Seher Camaban, der mittlere Bruder, eine Vision hat: Frieden ist nur möglich, wenn ein gewaltiger Steinkreis erbaut wird - eine neue Heimstatt für die Götter - Stonehenge..."


Also im Prinzip ist die Idee echt super die Geschichte von Stonhenge zu erzählen, wie sie entstanden ist und warum. Die Idee die der Autor da liefert ist auch echt gut, nur leider hat der Autor die Geschichte drumherum so gar nicht schön gestrickt. Es gab viele Dinge die mich an dem Buch störten.

Zum einen wären da die immer wieder die Flüche bzw. seltsamen Ausdrücke die sich die Protagonisten gegenseitig an den Kopf werfen, zum Beispiel der Seher Camaban spricht sehr oft irgendwelche seltsame 3zeilige Flüche aus. Auf der anderen Seite wären dann die langatmigen Berichte wie die Steine transportiert, bearbeitet und aufgestellt werden. Ab ca. der Hälfte dreht es sich leider fast nur noch um dieses Thema und das ist nun ja... ziemlich langweilig.

Auch die Charaktere in dem Buch haben mich nicht wirklich fesseln können, waren meiner Meinung nach ziemlich blass und viele sind einfach so mir nichts dir nichts weggestorben und man musse sich mit neuen abfinden. Vor allem das verhalten des Sehers Camaban und seiner Anhänger hat mich irgendwann einfach nur genervt, da er sich irgendwann so in seinen Wahn den Tempel zu bauen hineinsteigert.

Fazit:
Das Buch fängt recht gut an, wird aber leider im Laufe der Geschichte immer langweiliger. Wäre der Autor etwas mehr auf die Charaktere und die Beziehungen eingegangen und weniger auf den Steinetransport hätte es mir viel besser gefallen. So bekommt es leider von mir nur sechs Punkte.