25. März 2012

[Rezension] Die indische Prinzessin


Inhalt:

"Madrid, 1906. Ist es Schicksal, das den indischen Maharadscha in das Theater führt, in dem die 16-jährige Anita die Zuschauer mit ihrem Tanz verzaubert? Ein Blick auf die anmutige Andalusierin und es ist um sein Herz geschehen. Als die junge Frau sein Werben erhört, steht der indischen Märchenhochzeit nichts mehr im Wege. Doch in seinem Harem lebt sie als eine von vielen. In der Fremde wächst ihre Sehnsucht – und heimlich beginnt eine verhängnisvolle Liebe …"


Das Buch hat ganz zufällig den Weg zu mir gefunden. Meine Schwiegermutter in spe wollte das Buch auf dem Flohmarkt verkaufen und hatte es beiseite gelegt. Als ich es sah war ich sofort daran interessiert, da mir das Cover gut gefiel und ich bekam es Kurzerhand geschenkt.

Bevor ich es las, habe ich hier und auch auf Amazon einige Rezis gelesen und wusste somit was mich erwartet: kein wirklich schnulziger Roman, was ja der Klappentext eigentlich vermuten lies. Ich muss sagen mir hat das Buch super gut gefallen.

Das Buch basiert auf wahren Begebenheiten, wieviel jetzt in diesem Buch hinzugedichtet wurde, wer weiß!

Erzählt wird die Geschichte der Anita Delgado, die durch Zufall den Radscha von Karputhala trifft und dieser sich in sie verliebt. Sie heiraten, doch viele sind damit nicht wirklich glücklich, allen voran die Briten die zu der Zeit ja die Macht über Indien hatten und die Frauen die der Radscha schon hat. Anfangs noch sehr glücklich, geht es doch nach und nach ziemlich Berg ab, da Anita sehr mit der Ablehnung und Zurückweisungen vieler zu Kämpfen hat. Wenn man mal bedenkt, zu dieser Zeit so einen Schritt zu wagen, ich hab wirklich Respekt vor der Frau das sie das so gemeistert hat.

Es wird sehr viel über die Kultur und die Lebensweise berichtet, viele Detailreiche Schilderungen des Landes und der Menschen und dabei überhaupt nicht trocken. Die Beschreibung der Paläste, Gärten und Anlagen war so schön und detailliert, ich konnte schon fast die Blumen riechen und die Pfauen im Garten rufen hören... Berichtet wurde auch über den übermäßigen Luxus der Radschas und Maharadschas, ich konnte gar nicht glauben was ich da las wenn man bedenkt das der Rest der Bevölkerung arm ist. Tja aber so war es damals in Indien, die Reichen reich und die Armen arm und die Tradition nun mal so das jeder dabei bleibt.
Was mir auch sehr gut gefallen hat waren die Auszüge aus ihrem Tagebuch, Briefen und Augenzeugenberichten und natürlich die Bilder die in der Mitte des Buches zu finden waren. So konnte man sich noch besser alles vorstellen. 

Fazit:

Wer sich für diese Kultur zu der Zeit interessiert, dem kann ich das Buch nur empfehlen!

19. März 2012

[Rezension] Das Nachtvolk


Inhalt: 
"In den Sümpfen Aquitaniens, verborgen hinter einer Nebelwand, lebt das Nachtvolk, ein verirrter Keltenstamm mit eigenen Göttern und einer Feenkönigin. Als am Hof von Worms die Kunde eintrifft, König Gunthers Nichte befinde sich in der Gewalt des Nachtvolks, schickt man den Barden Volker von Alzey zu ihrer Rettung aus – und hofft, sich des unliebsamen Schürzenjägers auf diese Weise für immer zu entledigen. Erzählt man sich doch, daß noch nie ein Mensch lebend den schauerlichen Gefilden des Nachtvolks entkam. Doch das Schicksal nimmt einen anderen Verlauf..."

Das ist der Klappentext der hinten auf dem Buch steht, aber ich muss sagen so ganz stimmt das nicht wirklich. Man bekommt ein wenig den falschen Eindruck von dem Buch: Mischung aus Niebelungen und Elfen, rachsüchtige Höflinge die den Protagonist Volker beseitigen wollen... wenn man das Buch dann liest ist das erstmal alles ganz anders.
Ich will ja auch nicht zu viel verraten!

Im Prinzip war ja alles ganz interessant, die Story lies sich recht gut lesen und ich kam auch zügig voran. Was mich aber am meisten gestört hat: den schnellen Verlauf der Story und die Charaktere. Die Charaktere waren allgemein irgendwie matt, nicht wirklich tiefgründig. Man erfährt so gut wie nichts über sie und so wirklich sympatisch wurde mir auch niemand, auch lernfähig waren sie nicht, zumindest einige.

Aus der Story bzw. Grundlage hätte man wirklich ein tolles Buch machen können, aber das ging ein bisschen daneben meiner Meinung.

1. März 2012

[Rezension] Lucy


Inhalt:

"Das Mädchen Lucy wächst im afrikanischen Dschungel bei ihrem Vater, einem englischen Naturforscher, in völliger Abgeschiedenheit auf. Sie ist fünfzehn, als er stirbt. Durch Zufall findet die amerikanische Wissenschaftlerin Jenny sie und nimmt sie mit nach Amerika. Lucy ist hübsch und sehr begabt. Was niemand ahnt: Sie ist das Ergebnis eines unglaublichen Experiments, ihr Erbgut eine Kreuzung zwischen dem von Mensch und Menschenaffe. Irgendwann lässt sich das nicht mehr geheimhalten - woraufhin Medien, Militär und Wissenschaftler eine erbarmungslose Jagd auf Lucy beginnen ..."

Mal vorneweg: wirklich ein klasse Buch, dass mich berührt und zum nachdenken angeregt hat.

Ich fand es sehr interessant zu lesen, wie "unsere" moderne Welt auf jemanden wirkt, der sein ganzes Leben fernab von der Zivilisation im Dschungel gelebt hat. Man konnte richtig mit Lucy mitfühlen, wie sie von den ganzen Eindrücken, Gerüchen und Lärm verwirrt war und versucht hat sich hier zurecht zu finden. Man war mit ihr wütend auf die ignoraten Menschheit und hat sich mit ihr zurück zur ihrer "richtigen" Familie gewünscht...

Im Lauf der Geschichte findet sie sich immer besser zurecht und scheint ein schönes Leben zu haben, bis plötzlich alles anders wird und die Medien auf sie aufmerksam werden - ich glaube alle hier wissen was die Medien bewirken können.

Ich war teilweise richtig schockiert wie die Menschen sich verhalten haben und auf Lucy reagiert haben, und doch habe ich mich jedes Mal gefreut wenn sie jemand unterstützt hat...

Ob es ein Happy End gibt verrate ich nicht, aber ich kann sagen das ich über das Ende sehr überrascht war!